Vormerken: Juni 2020 – Ausstellung „Berliner Stadtlandschaften 1987“

Kunstbunker Artist Homes
Hohenzollerndamm 120
3. Juni bis 1. Juli 202
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr
sowie zu den Veranstaltungen

100 Jahre Groß-Berlin 2020

Ausstellung Edition
BERLINER STADTLANDSCHAFTEN 1987
23 Positionen urbaner Malerei

Zur Vernissage am Mi, 3. Juni 2020, 19 Uhr
sprechen Volker Hassemer und Andreas Nachama

Beteiligte Künstler/innen:
Ulrich Baehr, Akbar Behkalam, Peter Berndt, Manfred Bluth († 2002), Bert Düerkop, Fridolin Frenzel († 2019), Lutz Friedel, G. L. Gabriel, Johannes Grützke († 2017), Matthias Koeppel, Evelyn Kuwertz, Helmut Metzner, Kurt Mühlenhaupt († 2006), Barbara Quandt, Wolfgang Rohloff, Sarah Schumann († 2019), Reiner Schwarz, Monika Sieveking, Hans Stein, Frank Suplie, Natascha Ungeheuer, Herbert Weitemeier († 1998), Hanefi Yeter

Begleitprogramm:

Fr 12. Juni 2020, 20 Uhr, Cello & Klavier mit Thomas Schmidt-Ott und Ulrich Eckhardt

Di 16. Juni 2020, 20 Uhr, Viola & Klavier mit Öykü Canpolat und Ulrich Eckhardt

Di 23. Juni 2020, 19 Uhr, Gesprächsrunde mit Eberhard Diepgen (Regierender Bürgermeister 1984-1989 und 1991-2001), Thomas Flierl, Jochim Stoltenberg und Nele Hertling

Mi 1. Juli 2020, 19 Uhr, Finissage
Musik und Texte von Erik Satie mit Manfred Eichel (Sprecher) und Ulrich Eckhardt

Die Stadt durch die Augen ihrer Maler zu sehen, gleicht stets  einer Entdeckungsreise. Die Stadt als Menschenwerkstatt zu betrachten, steht in der Tradition realistischer oder expressiver Malerei, als Berlin seit dem späten 19. Jahrhundert in atemberaubendem Tempo zur europäischen Metropole heranwuchs. Die subjektiv-radikale, kritische Deutung des widerspruchsvollen Zustands der Stadt hat in der jüngeren Berliner Kunstgeschichte einen festen Platz. Die Kunstwerke für die Edition »Berliner Stadtlandschaften« entstanden im Vorfeld des Stadtjubiläums 1987 als Momentaufnahmen über den inneren und äußeren Zustand der Stadt. Maler unterschiedlicher Stilrichtungen, die in Berlin leben, wurden angeregt, sich mit dem Gesicht und der Mentalität der Stadt zu befassen. Es entstand ein weit gespanntes Panorama zur aktuellen Urbanität. Der Berliner Blick ist geprägt von Skepsis, Ironie und Hellsicht, geschärft durch die Innensicht der damaligen Insellage. In dieser harten Umgebung gerät die Malerei von der bloßen Abbildung stets zwangsläufig zur Verwandlung ins Sinnbild. Die in hoher Auflage erschienenen Großplakate aller ausgestellten Gemälde wurden zur Edition „Berliner Stadtlandschaften“ zusammengefasst und reisten um die Welt als künstlerische Abbilder einer ebenso vitalen wie geschichtsbewussten Insel zwischen den Systemen im Jahr 1987, 750 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung der Doppelstadt Berlin-Cölln.

Die Ausstellung nimmt den 100. Geburtstag der Metropole und deutschen Hauptstadt zum Anlass einer vergleichenden historischen Betrachtung. Es lohnt immer, sich zu erinnern.